Als ordnungsliebender Mensch musste ein Regalsystem für meinen Kastenwagen her – doch leider gab es einfach nichts Fertiges zu kaufen. Aber ganz ehrlich: Selbst basteln macht ja auch viel mehr Spaß.

Viele Kastenwagen- und Wohnmobilbesitzer kennen es sicherlich: Es gibt immer ein Eck im mobilen Zuhause, in dem die Dinge einfach umherfliegen, wenn sie nicht gerade mit Spanngurten festgezurrt sind. Bei mir war das der Bereich unter dem Bett.

Aus Alu-Profilschienen hatte ich mir schon ein Vierteljahr zuvor neuen Stauraum geschaffen und das Bett etwas höher gelegt. Darunter fanden dann Euroboxen und mein kleiner Aurora-Grill Platz – gerade noch so, dass ich beim Aufsteigen aufs Bett keine Probleme bekomme. Mehr dazu erzähle ich kurz im Video.

Diesmal wollte ich aber ein Regalsystem bauen, das die gesamte Breite unter dem Bett einnimmt – und bei dem ich die Euroboxen von innen und von außen erreichen kann. Es gibt schließlich Momente (und Jahreszeiten), in denen man einfach nicht raus aus dem Fahrzeug will, nur um an eine Box zu kommen.

Die Bilderstrecke zum Regal

Das Video zum Regalsystem

Es ist eines meiner ersten Videos – ich muss mich erst noch daran gewöhnen, ordentlich zu sprechen und zu schneiden. Bitte seht es mir nach!

Ausmessen – und nicht verrechnen

Zwischen Flaschenkasten (links) und Batteriefach (rechts) hatte ich genau 100 cm Platz, nachdem ich die Tür zwischen Innenraum und Garage abmontiert hatte. In der Tiefe habe ich Schienen mit 64 cm Länge verbaut: Die Euroboxen sind 60 cm lang, so bleibt noch Platz für die Feststellgriffe, die die Boxen während der Fahrt an ihrem Platz halten sollen. (Die Griffe konnte ich noch nicht verbauen – Lieferprobleme beim Hersteller.)

Da ich mein Gestell von der Betterhöhung behalten wollte, standen mir in der Höhe insgesamt 87 cm zur Verfügung. Nur auf der rechten Seite, wo ich die Bett-Erhöhung entfernt hatte, habe ich mich tatsächlich verrechnet – das bastle ich noch passend, ist aktuell aber kein Beinbruch. Nach diesen Maßen habe ich die Alu-Profilschienen vom Typ B (Nut 8) bestellt – wo, verrate ich Dir am Ende des Beitrags.

Der große Vorteil der Profilschienen

Durch das Zubehör – Nutensteine, Eckverbinder und Co. – lässt sich das Regal jederzeit in Höhe und Breite verstellen: Schrauben leicht lösen, Schiene verschieben, wieder festziehen. Ich muss also nie das ganze Regal ausbauen, um Ebenen hinzuzufügen, zu entfernen oder zu verschieben.

Ein netter Nebeneffekt: Der Lattenrost hängt jetzt nicht mehr frei in der Luft, sondern liegt auf dem Regal auf – das bringt spürbar mehr Stabilität. Ansonsten lässt das Schienensystem keine Wünsche offen, Du bist in Deiner Gestaltung absolut frei.

Was benötige ich?

Die Alu-Profilschienen 30 × 30, B-Typ Nut 8, habe ich bei Motedis bestellt. Dort gibt es – wie im Video erwähnt – jede Menge Zubehör für die Nut 8, womit sich jeder Bastler seine individuellen Wünsche erfüllen kann. Die Schienen bekommst Du am Stück bis 6 m Länge oder gegen geringen Aufpreis fertig auf Maß zugeschnitten. Mein gesamtes Regal hat etwa 180 Euro gekostet (ohne Euroboxen) – wobei ich zugeben muss, dass ich viel zu viele Schrauben und Zubehör bestellt habe.

Super zu verarbeiten sind die Nutfedern, die sich auch nachträglich in die Nut einclipsen und wieder entfernen lassen – so muss man nicht alles zerlegen, um weitere Nutensteine einzuschieben. Für die Würfelverbinder brauchst Du einen Gewindeschneider (M8), um in die Schienenenden das nötige Gewinde zu schneiden (siehe Bilder).

Euroboxen und das restliche Zubehör gibt es auch einfach bei Amazon: