Mit dem Camper von Kroatien nach Montenegro (Bijela, Kotor-Bucht, Budva und Miami Beach)

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Nach unserer Reise durch Kroatien (zum Blogbeitrag) ging es auch schon direkt vom Pasjaca Beach in Kroatien über die Grenze nach Montenegro.

Von dem Pasjaca Beach in Kroatien sind es nur ungefähr 20 km, bis zur Grenze in Pločice um dort nach Montenegro zu gelangen. Die Wartezeit war absolut entspannt. Nach 15 Minuten und einem kurzen Wink mit der Hand auf beiden Seiten konnten wir quasi direkt über die Grenze fahren und waren somit in Montenegro. Aber spulen wir mal ein paar km zurück an diesem herrlich sonnigen Tag.

Auf dem Weg zur Grenze roch es plötzlich ordentlich verbrannt. Gott sei Dank konnten wir sofort rechts ran fahren, um nachzusehen, was los war. Meine komplette Batterieinstallation befindet sich in einem Seitenkasten direkt unter dem Bett und genau von dort kam ein ordentlicher Gestank heraus. Das hat uns gerade noch gefehlt. Die komplette Stromversorgung ist doch erst vier Monate alt :(. Da aber mein Regalsystem über diesen Staukasten führt, musste ich zwangsweise (und das nur ca. 500 Meter vor der Grenze) den ganzen Spaß ausbauen, um genauer nachsehen zu können.

Aber hey, auch das gehört zum Leben in einem Van dazu. In der Wohnung fällt schließlich auch mal eine Glühbirne aus. Kathrin hat den Motor gestartet und ich konnte sofort sehen woran es lag. Es war der Anschluss von dem Victron BMV an dem der Votronik Ladebooster und der MPPT Solarregler auflagen. Es qualmte ordentlich und es lief auch eine braune Flüssigkeit aus. Scheiße! Was mache ich jetzt?

Endlich sind beide 90Ah Lithium Batterien verbaut

Ich hatte nicht viele Ideen, also quasi nur die, Vasco zu kontaktieren. Vasco war der Mann fürs Fach und derjenige, der mir dieses System verbaut hatte. Ihm vertraue ich meinen Campervan gerne an. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass auch er nichts dafür kann, dass ein Bauteil mal den Geist aufgibt. So wie ich Vasco kannte, hat er auch sofort geantwortet und das, obwohl er selbst im Urlaub war. Nach einigen Nachrichten erfolgte ein Telefonat. Er war selbst etwas ratlos. Aber wir krempelten die Ärmel hoch und er leitete mich dann auch an was ich nun erst einmal tun konnte um weiterzufahren. Schon von Anfang an hat mir Vasco geraten einen Multimeter mit an Board zu haben (was ich leider bis dato nicht getan habe). Wenn ich in Montenegro nun einen besorgen würde, dann könne er mit mir per Fernanweisung eine Ursache herausfinden und mir ggf. die defekten Teile per Express nach Montenegro senden.

Okay, so weit, so gut und weiter ging es.

Es hat sich rein an der Landschaft im Vergleich zu Kroatien nicht viel verändert. Eigentlich nichts :). Es reihen sich Berg an Berg und Olivenbäume an Olivenbäume. Lediglich die Oleander-Sträucher werden weniger.

Für Montenegro selbst hatten wir tatsächlich keine großen Pläne. Es war uns wichtig noch einen Tag an einem kleinen Strand zu verbringen, die Stadt Kotor in der Bucht von Kotor und Budva zu besichtigen.

Zwischenstopp in Bijela

Der erste Stopp war also der Campingplatz auf der gegenüberliegenden Buchtseite von Kotor. Wir haben uns hier für den Campingplatz

Campingplatz Zlokovic,
http://www.campingzlokovic.com

entschieden. Diesen haben wir in der App „Campercontact“ entdeckt und waren von den wenigen Bildern dort sehr angetan. Der Platz selbst liegt in Josice in der Nähe von Bijela.
Der Platz selbst bietet Stellplätze für ca. 15 Fahrzeuge. Die Parzellen sind jedoch nicht die größten und eine Trennung durch Sträucher oder Bäume gibt es keine. Dadurch das der enge Weg, der zu den Parzellen führt, umgeben von Olivenbäumen ist, darf der Camper nicht unbedingt sehr breit sein. Aber auch mit der Länge von dem Camper ist man eingeschränkt.

In Richtung Meer war noch ein Stellplatz frei und dort wollten wir uns nicht unbedingt „hin quetschen“. Also blieben wir oben bei der Einfahrt auf einer geraden Fläche stehen, die auch über Strom- und Wasseranschlüsse verfügt stehen. Der Stellplatz sollte ohnehin nur für eine Nacht dienen. Gekostet hat uns diese eine Nacht ca. 30 Euro.

Der Inhaber von dem Campingplatz begrüßt einen sofort mit einem Handschlag und gibt eine kurze Einweisung. Die Sanitäranlagen und der Platz selbst waren wirklich sauber und noch nicht wirklich alt.

Ich hatte hier noch etwas im Hinterkopf. Strom!? Stimmt, ich bin nochmals in unser mobiles Heim und habe mich nochmals in Ruhe umgesehen. Nicht nur, dass wohl der BMV hinüber war, mir ist dann aufgefallen, dass der Ladebooster nicht mehr lädt und einiges ausgefallen ist und somit keiner der zwei Fernseher, die Kompressor Kühlbox auf 12v und einige Kleinigkeiten nicht mehr gingen. Jetzt stand ich vor der Aufgabe einen Multimeter zu organisieren. Ich stehe in Montenegro in einem Städtchen und es ist Sonntag! Na super, dachte ich mir. Auf dem Campingplatz habe ich mal eben herumgefragt, aber hier hat auch keiner einen Multimeter dabei. Von dem Inhaber bekam ich den Tipp, dass in 500 Meter Entfernung ein kleiner Laden sein soll, der alles Mögliche anbietet. Kathrin und ich haben uns bei 32 Grad also auf den Weg gemacht und tatsächlich gab es dort so etwas Ähnliches wie ein kleiner Baumarkt, der auf den ersten Blick etwas Farbe, Silikon und etwas Putz hatte. Ich zeigte der Dame ein Bild von einem Multimeter und schon verschwand sie über eine Leiter in eines der Regale, die in dem Haus waren.

Sie kam dann auch mit einem Multimeter, sogar von einem deutschen Hersteller wieder zu uns runter. Jetzt noch schnell 200 Meter zum nächsten ATM (Akzeptiert nur Bares) und das Teil war meins :). Auf dem Weg zurück zum Campingplatz habe ich mir das alles einmal durch den Kopf gehen lassen. Auf der einen Seite lässt mich der Defekt nicht mehr los und auf der anderen Seite, kann ich ohne Vasco und Ersatzteile auch selbst nicht viel tun. Ich glaube kaum, dass die Dame im Baumarkt zufällig einen Victron BMV im Lager hatte und wohin Vasco mir einen senden könnte, wusste ich auch nicht unbedingt.

Kathrin und ich beschlossen also, dass wir ohne Fernseher leben können. Die Kühlbox lief über den Wechselrichter auf 230v und auf die zwei Leselampen konnten wir auch verzichten. Ich teilte Vasco also mit, dass wir das nun abblasen und ich nach unserem Urlaub bei Ihm vorbeifahre. Immerhin habe ich jetzt einen Multimeter :). Mit der Lösung konnten am Ende auch alle leben, wobei sich Vasco schon ein wenig Sorgen machte, ob das Bier auch wirklich gekühlt werden kann.

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Der Strand ist lediglich 150 Meter von dem Campingplatz entfernt und auch direkt von diesem erreichbar. Es gibt hier kein Sandstrand, sondern lediglich einen kleinen Steinstrand und einen Betonsockel. Dort sind auch einige Einheimische anzutreffen und entsprechend ist es dort teilweise schon recht voll. Kathrin und ich sind in die Badeschuhe geschlüpft, haben das Handtuch dort platziert und direkt ins Wasser gesprungen.

campingplatz-zlokovic

Am Abend waren wir in dem Restaurant „Bura Restaurant and Chill“, das direkt in der kleinen Straße zwischen Campingplatz und Meer liegt. Dort herrscht ein gemütliches und durchdachtes Ambiente und du findest garantiert leckere Speisen und Getränke, die deinem Geschmack entsprechen.

Kotor

Von Bijela bzw. sind es entlang der Bucht von Kotor bis in die Stadt Kotor lediglich 40 Minuten Fahrtzeit. An den zahlreichen Hotels und Reisebussen merkt man schnell, dass der Tourismus in Kotor schon angekommen ist und entsprechend schwer war es einen Parkplatz in der Nähe des Stadtzentrums zu bekommen.

Nach etwas Zeit haben wir einen Platz gefunden, auf dem nur Einheimische parken und noch genügend Platz für unseren Van war. Der Parkplatz, der auch vollkommen kostenfrei ist, befindet sich in der

209 Njegoševa, Kotor 85330, Montenegro

und befindet sich nur 5 Minuten zu Fuß vom zentrum entfernt. Die Einfahrt befinet sich neben einem gelben Haus und ganz hinten, wo früher wohl mal Gruben für die Autoraparatur befanden war genügend Platz.

Auf diesem Parkplatz kamen auch um ersten Mal und einfach für unser gutes Gewissen die zusätzlichen Thule Türschlösser, die ich in dem Blogbeitrag „Thule Cab Lock x2 und Thule Van Lock x2 für mehr Sicherheit im Wohnmobil“ beschreibe zum Einsatz.

Von hier aus ging es dann zu Fuß in die Stadt. Schon auf diesem kurzen Weg spürt man, dass die Stadt Kotor im Tourismus erstickt und regelrecht von einer Blechlawine überrollt wird.
Der englische Dichter Lord Byron schrieb einst: „Als unser Planet entstand, muss sich die schönste Begegnung zwischen Meer und Land an der montenegrinischen Küste zugetragen haben.“.

Die 2000 Jahre alte Hafenstadt Kotor liegt am hintersten Ende einer spektakulären Bucht an der Mittelmeerküste in Montenegro und zählt heute zum UNESCO Weltkulturerbe.
Nicht nur die Stadt Kotor selbst, sondern auch das Bild der Landschaft und der Bucht ist ein Erlebnis, denn kaum ein Gewässer ist derart so verwinkelt und liegt noch dazu inmitten einer 2000 m hohen Gebirgswelt. Das Ganze gleicht einem Gewässer-Labyrinth und dabei sind die Felswände sehr steil und geben der gesamten Bucht einen ganz eigenen Charakter.

Schnell sind wir in einer der kleinen maximal zwei Meter breiten und namenlosen Gassen verschwunden. Von diesen aus gelangt man zu einer der zahlreichen Plätze, die jeweils nach Geschäften, die dort früher einmal waren, benannt sind und so gibt es dort den Salzplatz, Holzplatz, Mehlplatz, Waffenplatz und andere.

Neben den vielen Souvenir- und Kleidergeschäften gibt es ebenso viele Bars und Restaurant, die schon zur Mittagszeit sehr gut besucht waren. Bevor wir es uns aber bei einem Kaffee gemütlich machen, wollten wir die doch sehr schöne Stadt besichtigen.

Kotor Stadt Montenegro

Schnell fallen uns die zahlreichen Katzen innerhalb der vielen Gassen auf. Anders als in anderen Städten, werden die Straßenkatzen hier gefüttert und werden wohl auch irgendwann die Herrschaft übernehmen :). Bis dahin, bleiben sie einfach ein beliebtes Objekt für ein Foto von den zahlreichen Touristen, wegen denen man dort auch wirklich nur relativ langsam vorankommt.

Die Burgruine San Giovanni haben wir an diesem Tag nicht besucht, da wir zeitlich doch etwas eingespannt waren, da wir noch nach Budva und am Abend dann auch schon auf dem letzten Campingplatz im Süden von Montenegro ankommen wollten. Der Ausblick von der Burgruine soll fantastisch sein! Wenn es die Zeit und der Wille zulässt, werden wir diesen Ausblick sicherlich nachholen, geben uns aber bis dahin mit den vielen alten Kirschen innerhalb der Stadtmauern zufrieden und gönnen uns hier noch einen Eiskaffee bevor wir dann in Richtung Budva weiterfahren.

Es bleibt zum Abschluss zu erwähnen, dass sich Kotor für einen Tagesausflug definitiv eignet. Innerhalb von maximal 2 Stunden kann man sich in Ruhe die komplette Altstadt ansehen und ggf. auf dem Rückweg zum Auto an dem kleinen Hafen entlang schlendern. Uns hat es sehr gefallen.

Budva

Von Kotor nach Budva sind es weitere 40 Minuten Fahrtzeit. Schon kurz vor dem Erreichen von Budva, haben wir uns entschieden, dort nicht zu halten und Budva ggf. auf dem Rückweg mitzunehmen. Es war einfach brutal. Wir standen schon 10 km vor Budva in einem Stau voller Reisebusse und als wir dann tatsächlich direkt in Budva wahren hat uns die Masse an Menschen schlicht erschlagen.

Das Wohnmobil haben wir dann rechts geparkt und haben uns dann in der App Campercontact nach einem Campingplatz im Süden umzusehen.

Miami Beach

Wir haben uns für den Campingplatz

Miami Autocamp, 41.90826, 19.25046, Montenegro
http://miami-ulcinj.me/

in Ulcinje entschieden. Dort war wirklich nicht viel los. Gefühlt passen dort um die 50 bis 60 Wohnmobile hin, es waren aber nur ca. 15 dort. Wir hatten also eine sehr gute Wahl zwischen den verschiedenen Plätzen. Anders als auf den bisherigen Campingplätzen, gibt es hier keine Parzellen, sondern man stellt sich einfach irgendwo auf das große Gelände.

miami_beach_montenegro_eingang

Kathrin wollte Mehrblick haben! Als zuverlässiger Fahrer wollte ich das natürlich ermöglichen und bin direkt oben an den Streifen zum Meer gefahren, wo uns eigentlich ein sehr schöner Stellplatz erwartet hätte. Eigentlich! Der Platz ist bepflanz mit vielen Bäumen und der Boden besteht aus einem festen Untergrund und Gras. Ja okay, das mit dem festen Untergrund war zumindest an dem Stellplatz, den wir wollten nicht so. Dort lag etwas Sand und Kathrin meinte, dass wir da nicht parken könnten. Aber hey, natürlich kann ich dort parken, was soll denn dieser blöde Hinweis?

Ich fasse nochmals zusammen: Motorkontrollleuchte, Öldruck zu niedrig, BMV defekt inkl. sämtlicher elektrischen 12v Geräte.

Einmal wenden und schon stand ich halbwegs auf dem Platz mit dem gewünschten Meerblick. Das war aber noch nicht so perfekt, also nochmal kurz aufs Gas drücken, aber der Kastenwagen bewegt sich lediglich in Richtung Boden und nicht nach vorne. Scheiße! Wir sind ausgestiegen und Kathrin hatte „Mal“ wieder Recht. Wir standen auf einer Sandbank und haben uns festgefahren.

Ich konnte mein Glück kaum fassen, sah aber in Kathrins Gesicht schon die Panik. Durch unzählige YouTube Videos wusste ich, dass so etwas passieren kann und was zu tun ist. Für Kathrin war das aber alles neu und gefühlt war Sie der Meinung, dass das Fahrzeug nun dort für immer stehen bleiben muss, später als Tourismusmagnet dient und wir mit unserem Hab und Gut mit dem Flugzeug zurück müssen :).

Etwas neben diesem Schlamassel lagen noch einige alte Holzbretter von dem erneuerten Zaun, der dort gebaut wurde. Davon habe ich mir einige geschnappt und fing mit meinen Händen an zu graben. Mittlerweile hatte ich schon Blasen an den Händen und habe die Bretter unter die Räder geschoben. Im Anschluss noch 3x mit dem Fuß gegen jedes Holzbrett getreten und ich konnte das Fahrzeug heldenhaft aus seiner Lage befreien. Wrum Wrum! Die Fahrt ging nach unten aber nicht nach vorne. Ich musste wieder raus und das Fahrzeug lag schon fast mit dem kompletten Boden auf dem Sand auf. Ich buttelte mit meinen Händen schon um das Überleben des Fahrzeugs, damit es nicht zum Schaubild bescheuerter Leute werden würde. Die Löcher wurden tiefer und einige Bretter mehr lagen auch schon unter den Reifen.

Gott sei Dank, waren die restlichen Besucher nicht am Platz und konnten sich diesen buttelden Vollidioten ersparen. Es kam nun aber ein älterer Mann aus Karlsruhe dazu, der versucht hat mir zu helfen. Er erzählte mir, dass ich innerhalb der letzten fünf Tage nun schon der dritte bin, der in diesem Sandloch festhängt. Die Campingplatzbertreiber sperren diesen Platz aber auch nicht ab und werfen immer wieder das lose Gras drauf, so dass das eine böse Falle wird.

Mit Hilfe von dem Camper ging es also nochmals ans Steuer und wrum wrum. Fertig! Nun lag das Wohnmobil komplett auf. Es war einfach nicht möglich rein mit dem Frontantrieb da raus zu kommen. Kathrin ist derweil an die Rezeption gelaufen und hat nach Hilfe gefragt. Kurze Zeit später kamen dann zwei Männer mit einem Allrad wagen und einem Abschleppseil. Dem Blick zufolge habe ich den ersten Platz der Dummheit gewonnen :).

Ich habe die Abschleppöse angebracht und mit dem zweiten Versuch standen wir endlich außerhalb von dem Sandloch. Nachdem ich mich mit einem kleinen Trinkgeld bedankt habe, wollte ich auf zum nächsten Stellplatz auf dem Gelände. Nun wurden wir aber auf das nächste Sandloch gezogen. Also haben der Karlsruher und die zwei Helfer hinten nochmal gedrückt und endlich waren wir auf festem Untergrund.

Das Ganze hat sich fast 3 stunden hingezogen. Ich hätte echt selbst ko**en können und werde vielleicht, aber auch nur vielleicht mal auf Kathrin hören.

Ein Bild wie ich mit vollem Körpereinsatz versucht habe das Fahrzeug zu bergen, gibt es leider nicht. Daran hatte in dieser Situation leider niemand gedacht.

Da standen wir also, zwischen vier Bäumen und haben erst einmal alles aufgebaut und dann habe ich mir zugleich zwei Gin-Tonic gegönnt.

miami_beach_montenegro

Der Platz selbst ist nicht der schönste. Er besteht quasi aus der reinen Natur und hat zwei Sanitärräume auf dem Gelände, die von der Sauberkeit her lediglich OK waren. Dafür gab es quer verteilt über den Platz Strom Anschlüsse. Insgesamt haben wir für drei Tage gebucht und dafür inkl. Strom 30 Euro bezahlt.

Nach all der Aufregung haben wir unsere Badesachen geschnappt und sind die 200 Meter direkt zum Strand gelaufen. Rechts und Links neben dem Miami Camp sind noch weitere Plätze wie z.B. das Europa und das Paradise Camp. Zu jedem Campingplatz gehört ein Strand mit Liegestühle und Schirmen die man mieten kann und einem kleinen Restaurant.

Kathrin und ich haben und einen Liegeplatz auf einer der großen Flächen die frei waren gesucht, den Schirm aufgespannt und sind mal wieder über glücklich in das Wasser gesprungen. Zum ersten Mal gab es hier auch größere Wellen, auf die wir beide wirklich abfahren. Es war zwar ein reges Treiben an dem sehr langen Strand, aber aufgrund der Größe, hatte man immer die Möglichkeit sich einen Platz zu suchen ohne einem anderen auf dem Handtuch zu liegen.

miami_beach_montenegro_strand

An dem zweiten Tag wollten wir dann an der Rezeption bezahlen. In Montenegro gilt zwar der Euro als Währungsmittel, aber die letzten Tage hatten wir diese schon alle ausgegeben. Im Miami Camp akzeptiert man auch nur Bargeld und so mussten wir bei 37 Grad über eine Stunde einfach bis in die Stadt zum nächsten Bankautomat (ATM) laufen. Das war wirklich kein Spaß, da es auf dem ganzen Weg keinen einzigen Schattenplatz gab.

Als wir zurück waren, haben wir uns noch etwas leckeres gekocht und dann war es eigentlich auch schon Zeit um ins Bett zu gehen.

Auch den dritten Tag haben wir nur am Strand und gemütlich am Wohnmobil verbracht und gingen dann gegen 21 Uhr ins Bett um an nächsten Morgen direkt nach Albanien aufbrechen zu können. Nur 30 Minuten später kam plötzlich ein Gewitter auf worüber wir uns dann keinen Kopf zerbrochen haben. Dann fing es auch an zu regnen und wir schlossen die Dachluken. Plötzlich war der Himmel schon für über 10 Minuten einfach nur noch hell erleuchtet vor lauter Donner und Blitze bis das Fahrzeug auch noch anfing ordentlich zu wackeln. Es gab draußen auch gleich einen Schlag und ich sprang sofort auf um raus zu gehen und nachzusehen.

Normalerweise befestige ich die Markise immer mit den Multiankern am Fahrzeug und stecke auch die Spannstange unter die Markise, damit diese bei einem Wind nicht nach oben wegfliegen kann. Das habe ich aber wohl aufgrund der Sandbuttelei nicht gemacht und mir darüber auch keine Sorgen gemacht.

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Dabei schwöre ich ja immer wieder auf die Multianker :). Es ist wie es ist, in strömendem Regen und bei einem Sturm, bei dem man denkt, man wird gleich mitgerissen, habe ich die Markise eingefahren und noch schnell unser Hab und Gut eingesammelt bzw. gesichert. Die anderen Camper waren auch schon am rennen und allgemein war ein absoluter Ausnahmezustand.

Uns beiden taten die Familien mit Kindern in den Zelten echt leid. Am nächsten Morgen konnte ich das ganze Ausmaß dann genauer sehen und auch gleich sagen, dass wir ohne Schaden davon gekommen sind. Auf dem ganzen Platz sind Bäume entwurzelt und lagen teilweise auf anderen Fahrzeugen, Zäune lagen einige Meter weiter und auch sonst, war einfach nichts mehr normal.
Laut den Mitarbeitern des Campingplatzes hatte man so etwas noch nicht erlebt.

Wir haben das Auto beladen und sind in Richtung der Grenze nach Albanien gefahren. Auf dem Weg dorthin, sah man das ganze Unheil von dem Unwetter die Einwohner von Montonegro noch eine weile beschäftigen würde. Die Schäden waren einfach enorm und im Radio konnten wir erfahren, dass es in Griechenland einige Tote gegeben hat.

Unser Fazit für Montenegro ist trotz den Zwischenfällen sehr positiv. Es gibt viele nette und hilfsbereite Leute in einem wirklich fantastischen Land, das mit seiner Natur und den kleinen Städten bewundert werden sollte. Im Süden in Miami Beach gibt es außer ein paar Strandtagen unserer Meinung nach nichts zu erleben. Die Stadt, in der wir den Bankautomat gefunden hatten, war eine normale Stadt in der die Montenegroaner leben und es dort einfach nichts gab, was man besichtigen konnte. Die Stadt Kotor war spitze und am Miami Beach konnten wir einfach mal die Füße hochlegen.

Der nächste Beitrag über Albanien, was auch unser eigentliches Ziel in unserem Urlaub war, wird demnächst kommen.

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